Warum Persönlichkeitsanalysen nichts für Feiglinge ist.

Warum Persönlichkeitsanalysen nichts für Feiglinge ist.

«Vorsicht: Persönlichkeitsentwicklung» oder «Skandal: Persönlichkeitsentwicklung» oder «Huere siech! Scho wieder?», hei sie gseit.

Veränderungen kommen und gehen und sind wohl die Konstanten in unserem Leben. Wir alle wissen es. Einige Veränderungen sind ganz angenehm. Andere lassen uns leiden, nachhaltig (nur um dieses Wort auch zu bemühen), andere machen uns Angst. Und wiederum andere mögen wir sofort anpacken. Es könnte der Eindruck entstehen, wenn die richtigen Veränderungen in unser Leben kämen, würden wir die Veränderungen mit offenen Armen willkommen heissen. Ich weiss nicht wie das bei Ihnen ist, aber bei mir … ist das nicht so. Mein Sehvermögen, meine Fitness, meine Haare. Meine Familie. Meine Karriere. Meine Einstellungen, meine Überzeugungen. Ein ständiges Auf und Ab. Menschen ändern sich. Und Situation auch. Zum Glück gibt es Ventile wie Alkohol oder andere Substanzen. Oder virtuelle Parallelwelten mit Bildschirm. Oder Plattformen die Menschen zusammenführen. Für was auch immer. Jaaaa … das ist jetzt vielleicht etwas gar düster.

Aber warum sind persönliche Veränderungen denn mitunter so schwierig? Wir tun uns doch alle schwer damit! Einige von uns revoltieren, andere akzeptieren. Brechen aus oder ab. Holen sich Hilfe per Auftrag oder googeln Symptome.

Ist alles bloss spannende Unterhaltung?

Vor kurzem habe ich gehört: «Kompetenz führt Persönlichkeiten über Wissen in situationsgerechte Handlungen.» Dieser Satz soll ein wirklicher bedeutender und zeitgenössischer Psychologe gesagt haben. Aber wenn dem so ist, warum weiss ich so wenig über mein situationsbezogenes Handeln. Was ich mich tatsächlich schon vor Jahren gefragt habe. Dann ist ja alles an Literatur und sonstigen Lebenshilfen, die generalistige – tschuldigung – generalisierende Ansätze bieten bloss spannende Unterhaltung. Alles was auf Typen oder sonstige Verallgemeinerungen baut eigentlich völliger Quatsch und tendenziös oder tendenziell skandalös. Weil, damit kriegen wir nicht Wissen über uns selbst. Sondern bloss Wissen im Konjunktiv-Bereich. Und was nützt mich das jetzt in meiner konkreten Situation? Wenn ich unsicher bin? Unbehagen oder sogar mich gestresst fühle?

Okay, okay. Einverstanden. Können wir uns einigen, dass wenn wir in Zeiten der Veränderungen, Wissen über die eigene Persönlichkeit hätten, wir dieses auch einsetzen würden? Denn, wenn wir dies nicht machen würde, wären wir ja schön blöd. Richtig?